Entstehung
Kickboxen entstand in den siebziger Jahren in den USA dadurch, daß sich verschiedene Kampfsportsysteme wie Taekwondo, Boxen, Karate, Kung Fu, etc. miteinander messen wollten. John Ree entwickelte eine Schutzausrüstung, die sogenannten „Safetys“ für die Fäuste und Füße. Bekannte amerikanische Kampfsportler wie Joe Lewis, Bill Wallace und Chuck Norris förderten das Kickboxen. Länderkämpfe zwischen Deutschland und den USA machten das Kickboxen hierzulande sehr populär. Georg F.Brückner war ein großer Förderer des KB und Präsident der WAKO, dem größten Verband in Deutschland.
Zwei weitere große Verbände folgten :
- WKA (World Kickboxing Association)
- IASKA (International Amateur Kickboxing Sport Association)
Geschichte
Der erste Verband war zweifelsfrei die PKA ( Professional Karate Organisation) gegründet von John Quinn. Diese PKA war als Amerikanischer „Weltverband“ sicher der erste, der die Bezeichnung Weltverband Überhaupt in Anspruch nehmen darf. Da aber hier nur „fullcontact Karate“ - also ohne lowkicks- gekämpft wurde, gründeten einige Pioniere die WKA ( als World Karate Association) um für den japanisch/thailändischen Markt konkurrenzfähig zu sein. Die Asiaten förderten zu dieser Zeit ausschließlich Thaiboxen oder Muay Thai, von Kickboxen in unserem heutigen Sinn waren diese Leute weit entfernt. Daher stimmt es auch zu 100% , daß Kickboxen eine rein Amerikanische Erfindung ist. Der Kompromiss der jungen WKA, zu dem „fullcontact Karate“ nun auch den Lowkick im Regelwerk zu Verankern, fand Weltweit enormen Zuspruch und nach kurzer Zeit war die WKA der erste Weltverband, der auch wirklich in Europa und Asien echte Geschäftsstellen hatte. (in Europa war das damals der Holländer Fred ROYERS, heute bekannt als Eurosport Redakteur). Von der Verbandssituation wie wir es heute vorfinden, waren damals natürlich noch keine Rede, aber : lange bevor Brückner mit seinen Freunden Anderson, Wedde, Lemmens, Falsoni, Land und Boissini die WAKO gründete fanden in Arnheim und Groningen WKA Kickboxgalas statt. Die oben erwähnte PKA hatte übrigens keinen wirtschaftlichen Erfolg und wurde dann um den berühmten 1$ Dollar verkauft und existiert heute wieder unter dem Namen ISKA. Text zum
Abschnitt „Geschichte“:
- Fritz EXENBERGER
- WKA WORLD
- Vice president
Über Kickboxen
Ein sportlicher, fairer Zweikampf, wobei nach strengen Regeln mit Füssen (Kicken) und Fäusten (Boxen) gekämpft wird. Ein Sport, welcher hohes technisches Können, gute Kondition, taktische Intelligenz, hohe moralische Qualifikation, gute Beweglichkeit und einen starken Willen fördert. Ein moderner Sport, der sich aus und nach den neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt hat und welcher offen ist für alle Neuerungen, die die moderne Sportforschung mit sich bringt. Ein sicherer Sport, bei dem mit einer Sicherheits-Ausrüstung an Kopf, Händen und Füssen sowie Zahn-, Schienbein- und Tief- bzw. Brustschutz gekämpft wird, um den Verletzungsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.
Semi-contact:
Beim Semi-contact Kickboxen dürfen die Hand- und Fusstechniken nur mit leichtem Kontakt treffen. K.O.-Schläge sind nicht erlaubt. Bei Wettkämpfen wird nach jedem Treffer das Kampfgeschehen unterbrochen und die Wertung bekanntgegeben. Dieser Sport ist vor allem auch für Frauen und Jugendliche geeignet, da die Verletzungsgefahr fast vollständig ausgeschaltet ist.Light-contact:
Das Light-contact Kickboxen (Leichtkontakt) unterscheidet sich vom Semi-contact vor allem bei den Wettkämpfen, wobei der Kampf nur
noch bei Regelverstössen unterbrochen wird.Full-contact:
Beim Full-contact Kickboxen (Vollkontakt) werden die Hand- und Fusstechniken mit vollem Kontakt ausgeführt und sollen zum K.O. des Gegners führen. Full-contact darf nur mit ausreichender Light-contact Erfahrung betrieben werden, da die kleinste Unachtsamkeit zum K.O. oder Verletzung führen kann.Full-contact with low-kick:
Das Full-contact Kickboxen mit Low-Kick, ist eine Variante des Full-contact wo auch Schläge auf den Oberschenkel erlaubt sind.




